Waniyetula

Bedeutung:

In der Sprache der Sioux Indianer hat der Name „Waniyetula“ die Bedeutung „Winter“

Geschichte:

1969: Die Gruppe „Waniyetula“ wird gegründet. Die Urbesetzung besteht aus Heinz Kühne (g), Herrmann Beckert (b) und Thomas Goerdten (dr). Mit dem Sänger Peter Voss folgen erste größere Auftritte im Raum Frankfurt: „Quartier Latin“, „King´s Club“, „Sinkkasten“, „Zoom“, „SpeakEasy“. Das Line-Up gleicht „The Doors“ oder „Free“.

1970:
Peter Voss verlässt die Band. „Waniyetula“ ist wieder ein Trio. So wie bei „Jimi Hendrix Experience“, „The Taste“, Cream oder „Giles, Giles & Fripp“.

1971:
Nach sehr erfolgreichen Teilnahmen an mehreren Band-Contests lernt die Gruppe Norbert Abels (ex „Tortilla Flat“) kennen. Man beschließt, die Klangcharakteristik der Band durch den Einsatz von Tasteninstrumenten zu erweitern.


1972:
Der englische Sänger und Gitarrist Richard Kersten ( http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Kersten ) wird fünftes Gruppenmitglied. Es werden erste Demo-Aufnahmen gemacht. Das Line-Up ähnelt nunmehr Gruppen wie “Jethro Tull”, “Deep Purple”, “YES”, “King Crimson” oder “Pink Floyd”.

1974: „Waniyetula“ erreicht in Dortmund bei dem großen „dab“-Band-Wettbewerb „Meister-Chance74“ unter 158 angemeldeten Musikgruppen in der Sparte „Jazz-, Beat-, Pop-, Rockmusik“ den 1. Platz. Schlagzeuger Thomas Goerdten verlässt „Waniyetula“. Viktor Bergmann spielt fortan das Schlagzeug. Produzent Dieter Dierks ( http://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Dierks ) wird auf die Band aufmerksam und lädt zu Probeaufnahmen nach Köln-Stommeln ein.

1975:
Die LP „Nature‘ s Clear Well“ wird von Dieter Dierks in dessen „Dierks-Studios“ ( http://www.dierks-studios.de/ ) in Köln-Stommeln produziert.

1975/76:
Die Band beginnt mit der Erarbeitung eines Konzeptalbums unter Verwendung von Gedichten des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allen Poe.

1976:
Das Konzeptalbum „Tales Of Mistery And Imagination“ von „Alan Parsons Project“ unter Verwendung von Inhalten einiger Gedichte von Edgar Allen Poe erscheint. Damit hat sich die Erwartung von „Waniyetula“, mit einem Album zum gleichen Thema musikalisch-literarisches Neuland zu betreten, zerschlagen. Die weitere Bearbeitung ruht.

1976:
Die LP „Nature´s Clear Well“ erscheint in Europa und in Nordamerika. Produzent Dieter Dierks befindet den indianischen Namen „Waniyetula“ für den amerikanischen und analog für den europäischen Markt als zu kompliziert, nicht kommerziell genug und damit nicht hinreichend erfolgversprechend. Dieter Dierks veröffentlicht die LP unter dem Bandnamen „Galaxy“. Die Gruppe um Heinz Kühne und Richard Kersten ist ihrer Identität beraubt und geht auseinander.

1976:
Richard Kersten gründet mit Klaus Larisch die „Beatles Revival Band“.

1977:
Heinz Kühne findet in Phillip Breitschädel (Schlagzeug), Michael „Wolle“ Wollesky (Bassgitarre) und Ralph Brandmüller (Gitarre, Mellotron, Sitar) junge Musiker, die die LP „Nature‘ s Clear Weil“ auf den Bühnen spielen. Die neue Formation stellt sich der Herausforderung, für eine zweite Langspielplatte die Idee des Konzeptalbums wieder aufzugreifen und bearbeitet Texte und Gedichte von Edgar Allen Poe, Samuel Taylor Coleridge und Wystan Hugh Auden.

1978:
Die Formation tritt zeitweilig unter dem Namen „Galaxy“ auf, um den Verkauf der LP zu unterstützen. Bald sind sich die Gruppenmitglieder jedoch einig, die ursprüngliche Identität wieder aufleben zu lassen und konzertieren fortan unter dem Bandnamen „waniyetula 2“ und dem Motto: „wir sind wieder da – waniyetula“.

1979:
Ralph Brandmüller verlässt die Band und gründet „Hallgarten Studios“.

1980:
Heinz Kühne gründet das Tonstudio „Glashaus“.

1980:
“Waniyetula“ reformiert sich mit Norbert Abels an den Keyboards und Stephan Remes am Schlagzeug. Als Zugeständnis an den Zeitgeist gibt sich diese Formation als Bandnamen die Abkürzung „Tula“.

1981:
Die Titel „Alone“ und „Valley Of Unrest“ nach Gedichten von E. A. Poe werden mit Richard Kersten und Volker Stein als Produzententeam und Claus Burkart als Toningenieur im Frankfurter „Soundstudio Löwengasse“ als Vorproduktion eingespielt.

1982:
Die LP: „A Dream Within A Dream“ wird von Ralph Brandmüller und Heinz Kühne in den „Hallgarten Studios“ produziert. Im Eigenverlag erscheint das Album unter dem Bandnamen „Waniyetula“.

2005:
Eine CD von „Waniyetula“ mit den Titeln der LP „A Dream Within A Dream“ und drei weiteren Bonustracks erscheint auf dem Label „Garden Of Delight“.

2006:
Eine CD von „Waniyetula“ mit einer Auswahl an historischen Titeln sowie den Titeln diverser Vorproduktionen erscheint unter dem Namen „Iron City“ auf dem Label „Garden Of Delight“.

2007:
Ein „40-Jahre-Waniyetula“-Revival-Ereignis wird konzipiert. Die Ausführenden sollen sein: Heinz Kühne, Richard Kersten, Norbert Abels, Herrmann Beckert und Viktor Bergmann.

2008:
Herrmann Beckert tritt von der Bühne des Lebens ab. Die Idee der „Waniyetula-Revival-Band“ wird so zum Vermächtnis. Die Protagonisten sollen nunmehr sein: Heinz Kühne, Richard Kersten, Norbert Abels, Stephan Remes, Viktor Bergmann, Michael Wollesky und Ralph Brandmüller.

2009:
Die Probearbeiten beginnen. Das historische Material wird von Heinz Kühne (g, v), Richard Kersten (acc-g, v), Michael Wollesky (b, v), Ralph Brandmüller (g, acc-g, v) und Kris Kühn an den Keyboards und Bernhard „Burny“ Schneider am Schlagzeug vertieft.

2010:
Anlässlich des ersten Auftretens der Gruppe „Waniyetula“ nach dreißig (!) Jahren ersetzt Wahrmut Sobainsky am Schlagzeug Burny Schneider, der aus terminlichen Gründen verhindert ist.

Noch während des Auftrittes meldet Wahrmut sein Interesse an, festes Gruppenmitglied von Waniyetula“ zu werden.
In der Nachlese zum ersten Auftritt der Band kristallisiert sich eine Umorientierung heraus: Wahrmut Sobainsky wird festes Gruppenmitglied, Udo Selber verlässt die Formation auf eigenen Wunsch hin wegen musikalischer Inkohärenzen, Heinz Kühne interpretiert die Titel der zweiten LP.
Ein Promo-Gig wird für den Monat November (Winter!) terminiert. Ort wird der langjährige Probeort der Formation sein: OBERURSEL, Jugendcafé, „Speaker‘ s Corner“, „JuZe“, oder wie auch immer die location in den letzten vierzig (40!) Jahren benannt wurde.
Aus allen Besetzungen ist einzig der Leadgitarrist und Sänger Heinz Kühne noch heute aktives Gruppenmitglied.

Presse:
„Es ist so, als wenn der damalige Zeitgeist des“ Afri-Cola-Rausches“ wiederkehrt: lange psychedelisch angehauchte Gitarreneinlagen, vor sich hin plätschernde Orgelpassagen und eine Stimme, die irgendwie in dieses Bild passt.“
„Gut gemachter Artrock aus Oberursel bei Frankfurt, mit Meistergitarrist Heinz Kühne“
„Auch wenn die LP 1982 eingespielt wurde, in einer Zeit, als Progressive Rock als ziemlich bis absolut mausetot galt, büßt die Einspielung nicht an Qualität und Stil ein. Die symphonischen Songs sind zwar nicht überbordend lang, aber von erhabener und toller Komposition. Die Einspielung ist sehr gut gelungen, es gibt kein Plätscher-Schlagzeug und keinen Billigrhythmus (wie das in den 1980er Jahren ansonsten üblich war), sondern virtuoses Getrommel, leidenschaftliche Keyboardarbeit und schön harte Gitarren“

Aktuelle Besetzung:
Heinz Kühne – Gitarren / Vocal
Richard Kersten – Gitarren / Vocal
Ralph Brandmüller – Gitarren / Vocal
Michael Wollesky – Bassgitarren / Vocal
Lothar Krell – Piano / Keyboards
Wahrmut Sobainsky – Schlagzeug